Die Körperspannungsmessung
Die schädigende Wirkung im niederfrequenten Bereich erfolgt vor allem über die Ankopplungsspannung. Deshalb ist die Ankopplungsspannung in Bezug auf den Menschen wesentlich aussagekräftiger; zumal man nicht wissen will, wie viel elektrische Spannung in der Luft ist, sondern wie viel davon mich belastet. Gemessen wird also die kapazitive Ankopplung des Körpers an die ihn umgebenden elektrischen Felder, die von der unter Spannung stehenden elektrischen Hausinstallation und Elektrogeräten im Nahbereich verursacht werden.
Mit dieser Messung bestimmt man die kapazitive Körperankoppelspannung einer im elektrischen Wechselfeld befindlichen Person. Man stellt fest, wo und in welchem Maß der Körper elektrischen Wechselspannungen ausgesetzt ist. Außerdem ist sofort nachmessbar, wie Sanierungs- maßnahmen die elektrische Belastung verändern.
Hintergrund: An den Menschen in isolierter Umgebung, z.B. auf dem Bett liegend und somit ohne Kontakt zu "Erde", koppeln kapazitiv (entsprechend eines Kondensators, der sich auflädt) elektrische Felder an, von z.B. der Elektroinstallation in der Wand oder Netz-Kabeln unter dem Bett/Schreibtisch etc.
Das "Vorhandensein" von Wechselspannung reicht für diesen Effekt aus - es muß also nicht unbedingt Strom fließen und demnach kein Gerät eingeschaltet sein.
Die Körperspannung sollte möglichst gering sein. Mit einer schlechten Elektroinstallation in der Umgebung, 2-adrigen Netzleitungen oder auch mit einer Heizdecke können weit mehr als 4 Volt (entspricht 4000 mV) gemessen werden, in manchen Fällen leuchtet sogar ein 230 V Prüfschraubenzieher auf (bei z.B. 60 V Körperspannung).
Der Schlafplatz muss dabei besondere Beachtung bekommen. Nirgendwo ist man länger, nirgendwo ist Körper und Psyche empfindlicher, angreifbarer, wehrloser, wie in der hochsensiblen Schlafphase.
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