Bundesweiter Heizspiegel 2009 veröffentlicht
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Heizkosten 2008 um durchschnittlich 17 Prozent gestiegen.
Jeder Bundesbürger hat 2008 durchschnittlich 17 Prozent mehr für das
Heizen ausgegeben als im Jahr zuvor. Das geht aus dem neuen
Bundesweiten Heizspiegel 2009 hervor, den die gemeinnützige co2online
GmbH gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) heute veröffentlicht.
Der Bundesweite Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu
Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das
Abrechnungsjahr 2008, getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl
und Fernwärme. Dafür wertete co2online bundesweit 52.000 Gebäudedaten
aus. Das Bundesumweltministerium fördert die Heizspiegelkampagne im
Rahmen der Klimaschutzinitiative. Die aktuelle Heizspiegel-Broschüre
und ein Gutschein für ein kostenloses Heizgutachten sind auf
www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de verfügbar.
Der aktuelle Bundesweite Heizspiegel zeigt: Durchschnittlich
880 Euro kostete das Heizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl im
vergangenen Jahr. Das sind 140 Euro mehr als im Jahr zuvor. Mieter mit
Erdgasheizung zahlten 800 Euro (+ 65 Euro), während die Heizkosten für
Fernwärme 740 Euro betrugen (+ 40 Euro). Damit stiegen die Heizkosten
gegenüber 2007 bei Heizöl um 28 Prozent, bei Erdgas um 8 Prozent und
bei Fernwärme um 15 Prozent. "Das liegt vor allem an den gestiegenen
Energiepreisen", sagt Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen
Mieterbundes (DMB). "Zudem musste mehr geheizt werden, weil der
vergangene Winter kälter war als 2007", so Siebenkotten. Der
Heizenergieverbrauch stieg im Durchschnitt um drei Prozent.
"Auch 2009 bleibt das Heizen teuer", prognostiziert der
Mieterbund-Direktor. Zwar lagen die Kosten für Heizöl im ersten
Halbjahr bis zu 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Kosten für
Gas und Fernwärme sind dagegen im ersten Quartal 2009 weiter gestiegen.
Aktuell angekündigte Preissenkungen der Gasversorger wirken sich kaum
auf die Verbraucher aus. "Die Heizkosten bleiben hoch, auf dauerhaft
sinkende Energiepreise dürfen Mieter nicht hoffen. Deshalb bleibt die
energetische Modernisierung so wichtig", sagt Siebenkotten.
Enormes Sparpotenzial durch Gebäudemodernisierung
Unabhängig von der Entwicklung der Energiepreise besteht in
Deutschlands Wohnhäusern ein enormes Sparpotenzial durch
wärmetechnische Modernisierung. Allerdings gibt es regionale
Unterschiede: "Im Osten des Landes ist lediglich jede vierte
Häuserfassade gedämmt", bilanziert Dr. Johannes D. Hengstenberg,
Geschäftsführer von co2online. Im Westen gibt es noch mehr
Nachholbedarf. "Dort ist nur jedes zehnte Gebäude ordentlich gedämmt",
so Hengstenberg. Würden dort Sanierungsmaßnahmen kombiniert umgesetzt,
ließe sich der Heizenergieverbrauch mehr als halbieren. Die Verbraucher
wären dadurch unabhängiger von den stetig steigenden Energiepreisen.
Ob die zuletzt gezahlten Heizkosten im Durchschnitt lagen oder
überhöht waren, zeigt der kostenlose Bundesweite Heizspiegel 2009.
Mieter und Eigentümer können die Zahlen ihrer aktuellen
Heizkostenabrechnung mit den Werten des Heizspiegels vergleichen und so
ihr Gebäude bewerten. Der Bundesweite Heizspiegel identifiziert so
schnell und unkompliziert Gebäude mit hohem Heizenergieverbrauch.
Quelle: co2online gGmbH
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